Weltweit erster 10-Gigabit-Ethernet Video-Transmitter von Pleora

Neue Pleora iPORT CL-Ten IP Engine

Mit dem neuen 10-Gigabit-Ethernet (10 GigE) Video-Transmitter betritt Pleora Technologies Neuland. Rob Lee, Vice President Marketing and Sales bei Pleora, meint dazu: „Unser neuester iPORT™ Video-Transmitter zeigt als weltweit erstes Produkt dieser Klasse die führende Rolle von Pleora bei Hochleistungs-Video-over-Ethernet-Lösungen. Er ist das erste Gerät unserer „GigE Vision over 10 GigE“ Produktfamilie.“

Abb. 1:  iPORT CL-Ten IP Engine

Dass Pleora auch diese Technologie als erster auf dem Markt anbietet, erscheint nicht ausgesprochen überraschend. Das im Jahr 2000 gegründete Unternehmen ist in der industriellen Bildverarbeitung als Pionier für die Nutzung von Gigabit-Ethernet für vernetzte Videoverbindungen in Echtzeit bekannt. Seit geraumer Zeit gibt es bereits Gerüchte über 10 GigE in der Branche.

Der Bedarf

John Phillips, Senior Product Manager bei Pleora, erklärt: „Dieses neue Produkt befriedigt die wachsende Nachfrage des Marktes nach zuverlässigen Videoübertragungssystemen mit hoher Bandbreite. Es eignet sich ideal für Halbleiter-, Web- und Flachbildschirm-Inspektionssysteme, sowie für komplexe Bildverarbeitungsanwendungen im medizinischen und militärischen Bereich.“

In der Bildverarbeitung sind große Fortschritte zu verzeichnen, größtenteils durch neue Bildsensoren mit immer höheren Auflösungen und Bildraten. Der Bedarf an leistungsfähigeren Sensoren ist für solche Anwendungen besonders groß, bei denen Schnittstellen mit höherer Bandbreite einen exakteren und schnelleren Betrieb und damit eine bessere Entscheidungsfindung ermöglichen. 

Zu den Bereichen, die von diesem technologischen Fortschritt profitieren, zählen:

  • Fertigung: Mit schnellerer, höher auflösender Bilderfassung können Qualitätsprüfsysteme mehr Durchsatz leisten, dadurch die Effizienz steigern und Kosten senken.
  • Gesundheitswesen: Höhere Bandbreiten ermöglichen den Einsatz von Ethernet in Fluoroskopie-Anwendungen und damit vereinfachte Verbindungen und Videovernetzung dieser Systeme.
  • Militär: Mit höherer Auflösung, Bit-Tiefe und Bildraten bieten Infrarot- und andere Bildverarbeitungssysteme den Truppen detailliertere Kenntnis über ihre Umgebung auf immer größere Entfernungen.

Mit der Entwicklung solcher Systeme werden auch neue Architekturen benötigt. Beispielsweise erfordern viele neue und zukünftige Anwendungen die Verteilung von Bildern von einer einzelnen Kamera oder einem einzelnen Sensor auf mehrere Displays oder die Verarbeitung von Bildern aus mehreren Quellen in einem System. Hierfür produzieren und verarbeiten Systeme mehr und mehr Daten. Für bestehende Bildverarbeitungs- und Inspektionssysteme, ihre Schnittstellen und Bildverarbeitungsrechner bedeutet dies bereits eine erhöhte Belastung. 

Das Produkt

Die iPORT CL-Ten IP Engine übermittelt Videodaten von zwei Camera Link® Medium Kameras in Echtzeit mit mehr als 9 Gbit/s über 10 GigE Standard-Kupfer- oder -Glasfaserkabel zu Standard-PCs. Dies senkt die Systemkosten durch einen geringeren Bedarf an kostspieligen und unhandlichen Camera Link Kabeln, Extendern und Framegrabbern und ermöglicht die Platzierung der PCs in sicherer Entfernung von den Inspektionsbereichen.  Schnellere Inspektionszeiten durch höhere Bildraten und maximierte Auflösungen bringen weitere Kosteneinsparung.

Abb. 2:  iPORT CL-Ten mit zwei Camera Link Kameras

Der 10 GigE Video-Transmitter von Pleora lässt sich nahtlos mit anderen Video-Systemgeräten in verteilten Multi-Rate- und Echtzeit-Videonetzwerken integrieren, beispielsweise mit GigE Kameras, PCs, Displays und Controllern. „Mit der iPORT CL-Ten IP Engine können Sie vorhandene 1 GigE Netzwerke mit minimaler Beeinträchtigung erweitern“, ergänzt John Phillips, „oder ein ganz neues System mit einem Mix aus 1 und 10 GigE Hardware aufbauen – alles mit demselben Ethernet Switch und demselben Pleora Software Development Kit.“

Das Produkt erfüllt vollständig die offenen GigE Vision® und GenICam™ Standards sowie die Camera Link, PoCL und CLProtocol Standards. Dies erleichtert die Systemintegration und -planung. Derzeit ist die iPORT CL-Ten IP Engine nur als geschlossene Einheit erhältlich. Pleora hat jedoch ankündigt, dass in Kürze auch OEM-Einheiten und Referenz-Design-Lizenzen verfügbar sein werden.

Veröffentlichung:
SPS Magazin (pdf)
SPS Magazin (online)
Vision Systems Design
MED Engineering