Sony Pregius IMX264 und IMX265 – die vereinfachten Versionen von IMX250 und IMX252

Sony setzt den Trend fort, der mit IMX174 und IMX249 seinen Anfang fand, und veröffentlicht die ersten Versionen der 2. Generation von Pregius IMX250 und IMX252 – die Modelle IMX264 und IMX265, deren Funktionen unter anderem auf den Markt für intelligente Verkehrsüberwachung abzielen.

Die beiden Sensoren haben die gleiche Auflösung wie ihre Vorgänger – 3,2 und 5 MP – aber der große Unterschied liegt in der reduzierten Bildrate. Der IMX264 liefert nur 35,7 fps statt 89,5 fps (bei 12 bpp) des IMX250, der IMX265 liefert 55,6 fps statt 118,5 fps (bei 12 bpp) des IMX252. Der Grund hierfür ist die festgelegte Anzahl von vier Datenkanälen, die in den neuen Sensoren verwendet werden können.

Da diese neuen Sensoren die gleiche Pixelstruktur, Pixelgröße und das Sensorformat ihrer schnelleren Vorgänger aufweisen, sind die wichtigsten Parameter wie Empfindlichkeit, Dynamikbereich, niedriges Dunkelrauschen und gute NIR-Empfindlichkeit bei allen vier Sensoren genau gleich.

 

IMX250

IMX264

IMX252

IMX265

Bemerkungen

Effektive Pixel (H x V)

 2448 x 2048

 2448 x 2048

 2048 x 1536

 2048 x 1536

 

Sensorformat (")

2/3

2/3

1/1,8

1/1,8

 

Pixelgröße (µm)

3,45

3,45

3,45

3,45

 

Bildrate (fps)

89,5

35,7

118,5

55,6

bei 12 bit, volle Auflösung

LVDS Datenkanäle

4 / 8 / 16

4

4 / 8 / 16

4

 

ADC (bpp)

8 / 10 /12

12

8 / 10 / 12

12

 

Empfindlichkeit (Mono) (mV)   (F# 8 )

915

915

915

915

3200 K, 706 cd/m2, 1/30 s

Empfindlichkeit (Farbe) (mV)   (F# 5,6 )

1146

1146

1146

1146

Sättigungssignal (min) (mV)

1001

1001

1001

1001

Tj = 60 °C

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sony hat nicht nur die Geschwindigkeit der neuen Sensoren reduziert, sondern auch einige andere Funktionen herabgestuft: Nur ein ROI-Fenster wird unterstützt (anstelle von 64 Fenstern bei IMX250 und IMX252), die Pixeltiefe ADC ist auf 12 Bit pro Pixel begrenzt und Binning wird nicht unterstützt.

Die Sensoren sind Pin-kompatibel und das macht es für Kamerahersteller sehr einfach, ihr Portfolio mit High-End- und Low-End-, hochpreisigen und preisgünstigen Kamera-Modellen zu erweitern. Unterstützt werden auch die gleichen Funktionen wie variable Verschlusszeit, verschiedene Auslesemodi und externe Trigger-Modi.

Die monochromen Versionen IMX264LLR und IMX265LLR sind bereits in der Massenproduktion. Die Farbversionen IMX264LQR und IMX265LQR werden ab April 2016 in großen Stückzahlen gefertigt, können jedoch bereits jetzt als Entwicklungsmuster getestet werden.

Natürlich schlägt sich die reduzierte Funktionalität im Preis nieder. Die neuen Sensoren kosten fast die Hälfte von IMX250 bzw. IMX252. Mit ihrem perfekten Preis-Leistungsverhältnis sind IMX265 und IMX264 eine sehr gute Wahl für Anwendungen, bei denen exzellente Global-Shutter-Sensoren benötigt werden, ein High-Speed-Ausgang aber kein wichtiges Kriterium ist.